Die Hoffnung auf eine rasche Einigung im Konflikt im Nahen Osten erweist sich zunehmend als Wunschdenken. Der Krieg dauert mittlerweile über sechs Wochen an, und jüngste Friedensgespräche wurden bereits nach kurzer Zeit ergebnislos beendet. Angesichts der stark auseinanderliegenden Positionen der Konfliktparteien überrascht dies kaum, macht jedoch deutlich, wie schwierig eine nachhaltige Lösung bleibt. Besonders kritisch ist die Lage rund um die Strasse von Hormus, eine der wichtigsten Routen für den globalen Öltransport. Ihre faktische Blockade entwickelt sich zu einem zentralen Druckmittel in den Verhandlungen und hat entsprechend weitreichende Folgen für die Weltwirtschaft.
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Unsere Positionierung: Vorsichtig in unsicherem Umfeld
Die Finanzmärkte konnten sich zuletzt trotz geopolitischer Spannungen wieder gut erholen. Diese Stabilisierung beruht jedoch vor allem auf Friedenshoffnungen, während die fundamentalen Risiken hoch bleiben. Steigende Energiepreise, anhaltender Inflationsdruck und eine sich eintrübende globale Konjunktur sprechen gegen übermässigen Optimismus. Vor diesem Hintergrund bleibt eine vorsichtige Positionierung angezeigt.
Tatsächlich dürfte die Hoffnung auf eine baldige Entspannung verfrüht sein.
Fragile Erholung
Trotz der anhaltenden Unsicherheiten haben sich die Finanzmärkte zuletzt bemerkenswert gut erholt. Getrieben vor allem von wiederkehrenden Hoffnungen auf eine Entspannung konnten die wichtigsten Aktienmärkte einen grossen Teil der zwischenzeitlichen Verluste wettmachen. In Europa und Japan liegen die Indizes nur noch 3 bis 4 Prozent unter dem Niveau von Ende Februar und damit nur leicht unter dem Stand vor Ausbruch der Kampfhandlungen. In den USA haben die Märkte dieses Niveau nahezu wieder erreicht.
Diese Entwicklung sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Erholung auf einem fragilen Fundament beruht. Sie basiert zu einem grossen Teil auf der Erwartung einer baldigen Entspannung, die sich bislang nicht bestätigt hat. Die Märkte bleiben daher anfällig für erneute Rückschläge.
Zudem zeigt sich insbesondere in den USA, dass die aktuelle Stabilisierung weniger Ausdruck einer neuen Dynamik ist als bestenfalls die Fortsetzung einer bereits länger anhaltenden Seitwärtsbewegung. Die US-Aktienmärkte entwickeln sich seit dem vergangenen Herbst weitgehend seitwärts. Vor diesem Hintergrund erscheint die jüngste Erholung weniger robust, als es die kurzfristige Betrachtung vermuten lässt.
Risiken bleiben erhöht
Die jüngsten Entwicklungen deuten vielmehr auf eine weitere Zuspitzung des Konflikts hin. Die angekündigte Seeblockade durch die USA deutet auf eine Eskalation hin und bedeutet für die Finanzmärkte eine anhaltende Unsicherheit. Solange diese wichtige Öltransportroute beeinträchtigt bleibt, ist das Risiko dauerhaft erhöhter Energiepreise beträchtlich. Entsprechend dürfte auch der Inflationsdruck hoch bleiben oder sogar wieder zunehmen.
Gleichzeitig verschlechtert sich dadurch das ohnehin bereits eingetrübte konjunkturelle Umfeld. Bereits vor Ausbruch des Konflikts mehrten sich die Anzeichen einer Abschwächung in den USA. Die erhöhte geopolitische Unsicherheit und die steigenden Preise belasten nun sowohl Unternehmen als auch Konsument:innen zusätzlich. Dies zeigt sich deutlich in der Konsumentenstimmung in den USA, die zuletzt auf den tiefsten Stand seit Beginn der Erhebung im Jahr 1953 gefallen ist.
Vor diesem Hintergrund halten wir an unserer vorsichtigen Ausrichtung weiterhin fest. Aktien bleiben insgesamt untergewichtet, und insbesondere US-Titel betrachten wir weiterhin kritisch. Stattdessen setzen wir verstärkt auf globale Anlagen wie Schwellenländeraktien sowie Substanzwerte.
Gold und Immobilien als Stabilitätsanker
Zur Absicherung gegen anhaltende Risiken bleiben wir zudem in Gold übergewichtet. Zwar sorgten zuletzt gestiegene Zinsen und ein stärkerer US-Dollar für Gegenwind, doch spricht die Kombination aus geopolitischer Unsicherheit und Inflationsrisiken weiterhin für das Edelmetall. Ergänzend halten wir an unserem Übergewicht in börsenkotierten Schweizer Immobilienfonds fest. Trotz der hohen Bewertungen erscheint das Rückschlagpotenzial angesichts der stabilen Nachfrage und des anhaltend tiefen Zinsniveaus begrenzt. Gleichzeitig bieten die Ausschüttungsrenditen weiterhin eine attraktive Einkommensquelle.
Wertentwicklung Anlageklassen
| Währungen | 1 Monat in CHF | YTD in CHF | 1 Monat in LW | YTD in LW |
|---|---|---|---|---|
| Währungen EUR |
1 Monat in CHF 2,3% |
YTD in CHF –0,8% |
1 Monat in LW 2,3% |
YTD in LW –0,8% |
| Währungen USD |
1 Monat in CHF 1,1% |
YTD in CHF –0,6% |
1 Monat in LW 1,1% |
YTD in LW –0,6% |
| Währungen JPY |
1 Monat in CHF 0,9% |
YTD in CHF –1,8% |
1 Monat in LW 0,9% |
YTD in LW –1,8% |
| Aktien | 1 Monat in CHF | YTD in CHF | 1 Monat in LW | YTD in LW |
|---|---|---|---|---|
| Aktien Schweiz |
1 Monat in CHF 2,3% |
YTD in CHF 0,9% |
1 Monat in LW 2,3% |
YTD in LW 0,9% |
| Aktien Welt |
1 Monat in CHF 2,5% |
YTD in CHF 0,6% |
1 Monat in LW 1,4% |
YTD in LW 1,3% |
| Aktien USA |
1 Monat in CHF 1,6% |
YTD in CHF –0,9% |
1 Monat in LW 0,5% |
YTD in LW –0,3% |
| Aktien Eurozone |
1 Monat in CHF 6,9% |
YTD in CHF 2,6% |
1 Monat in LW 4,6% |
YTD in LW 3,5% |
| Aktien Grossbritannien |
1 Monat in CHF 5,6% |
YTD in CHF 7,6% |
1 Monat in LW 4,0% |
YTD in LW 8,4% |
| Aktien Japan |
1 Monat in CHF 6,3% |
YTD in CHF 8,2% |
1 Monat in LW 5,4% |
YTD in LW 10,2% |
| Aktien Schwellenländer |
1 Monat in CHF 6,5% |
YTD in CHF 8,6% |
1 Monat in LW 5,4% |
YTD in LW 9,3% |
| Obligationen | 1 Monat in CHF | YTD in CHF | 1 Monat in LW | YTD in LW |
|---|---|---|---|---|
| Obligationen Schweiz |
1 Monat in CHF –0,1% |
YTD in CHF –0,1% |
1 Monat in LW –0,1% |
YTD in LW –0,1% |
| Obligationen Welt |
1 Monat in CHF 0,8% |
YTD in CHF –0,6% |
1 Monat in LW –0,3% |
YTD in LW 0,0% |
| Obligationen Schwellenländer |
1 Monat in CHF 1,2% |
YTD in CHF –0,5% |
1 Monat in LW 0,1% |
YTD in LW 0,1% |
| Alternative Anlagen | 1 Monat in CHF | YTD in CHF | 1 Monat in LW | YTD in LW |
|---|---|---|---|---|
| Alternative Anlagen Immobilien Schweiz |
1 Monat in CHF 2,0% |
YTD in CHF –0,3% |
1 Monat in LW 2,0% |
YTD in LW –0,3% |
| Alternative Anlagen Gold |
1 Monat in CHF –5,3% |
YTD in CHF 8,4% |
1 Monat in LW –6,4% |
YTD in LW 9,0% |
Unsere Positionierung Fokus Schweiz
| Liquidität | TAA alt | TAA neu | Positionierung |
|---|---|---|---|
| Liquidität CHF |
TAA alt 4,0% |
TAA neu 4,0% |
Positionierung stark übergewichtet |
| Liquidität Geldmarkt CHF |
TAA alt 0,0% |
TAA neu 0,0% |
Positionierung stark untergewichtet |
| Liquidität Total |
TAA alt 4,0% |
TAA neu 4,0% |
Positionierung untergewichtet |
| Aktien | TAA alt | TAA neu | Positionierung |
|---|---|---|---|
| Aktien Schweiz |
TAA alt 23,0% |
TAA neu 23,0% |
Positionierung neutral |
| Aktien USA |
TAA alt 8,0% |
TAA neu 8,0% |
Positionierung stark untergewichtet |
| Aktien Eurozone |
TAA alt 4,0% |
TAA neu 4,0% |
Positionierung neutral |
| Aktien Grossbritannien |
TAA alt 2,0% |
TAA neu 2,0% |
Positionierung neutral |
| Aktien Japan |
TAA alt 2,0% |
TAA neu 2,0% |
Positionierung neutral |
| Aktien Schwellenländer ex China |
TAA alt 6,0% |
TAA neu 6,0% |
Positionierung übergewichtet |
| Aktien China |
TAA alt 2,0% |
TAA neu 2,0% |
Positionierung neutral |
| Aktien Welt Value |
TAA alt 2,0% |
TAA neu 2,0% |
Positionierung übergewichtet |
| Aktien Total |
TAA alt 49,0% |
TAA neu 49,0% |
Positionierung untergewichtet |
| Obligationen | TAA alt | TAA neu | Positionierung |
|---|---|---|---|
| Obligationen Schweiz |
TAA alt 17,0% |
TAA neu 17,0% |
Positionierung neutral |
| Obligationen Welt |
TAA alt 10,0% |
TAA neu 10,0% |
Positionierung neutral |
| Obligationen Schwellenländer |
TAA alt 6,0% |
TAA neu 6,0% |
Positionierung neutral |
| Obligationen Total |
TAA alt 33,0% |
TAA neu 33,0% |
Positionierung neutral |
| Alternative Anlagen | TAA alt | TAA neu | Positionierung |
|---|---|---|---|
| Alternative Anlagen Immobilien Schweiz |
TAA alt 8,0% |
TAA neu 8,0% |
Positionierung übergewichtet |
| Alternative Anlagen Gold |
TAA alt 6,0% |
TAA neu 6,0% |
Positionierung übergewichtet |
| Alternative Anlagen Total |
TAA alt 14,0% |
TAA neu 14,0% |
Positionierung übergewichtet |